
Heller Schein: Ländlervariationen über den Heimatbegriff mit einem Text von Elfriede Jelinek für Mezzosopran, Bassklarinette, Kammerorchester und Schlagzeug; Valse éternelle - ein Brief: Ein Hörstück mit einem Text von Ria Endres
Eine Koproduktion mit dem Südwestrundfunk und Schweizer Radio DRS 2
Die Emanzipation ist ein zentrales Thema für Patricia Jünger. Sie ist überzeugt von der Notwendigkeit, dass "... Kompositionen auch soziale und/oder politische Sachverhalte zum Gegenstand haben sollten, die dringend des öffentlichen Diskurs bedürfen ...." So nennt sie denn auch mit Luigi Nono und Hanns Eisler zwei Vorbilder für die "... ästhetische Umsetzung von Auffassung und Theorie", die als "politische" Komponisten und Musiker gelten, wenn sie auch einer anderen musikalischen Tradition entstammen. Weitere wichtige Komponisten sind für Patrica Jünger: Claude Debussy, Edgar Varèse und Arnold Schönberg. Mit der vor allem im eigenen Land umstrittenen Autorin Elfriede Jelinek arbeitet Patricia Jünger immer wieder zusammen und fühlt sich auf vielen Ebenen mit ihr verbunden. So entstanden das Hörstück "Muttertagsfeier oder Die Zerstückelung des weiblichen Körpers (1984), die Musik zum Hörspiel "Erziehung eines Vampirs" (1986) und auch die Ein-Akt Oper " Die Klavierspielerin" (1988) nach dem gleichnamigen Roman von Elfriede Jelinek. Patricia Jünger lebt und arbeitet freischaffend in der Nähe von Basel. Sie gilt in der Neuen Musik als eine der wichtigsten Komponistinnen im deutschsprachigen Raum.
Mitwirkende:Eva Csapà², Mezzosopran; Collegium Musicum Zürich; Patricia Jünger, Leitung; Christa Berndl, Sprecherin; Patricia Jünger, Instrumentale und elektronische Samples, Textbearbeitung, Komposition, Regie