Am Bruch zur Moderne

Schweizer Lieder nach 1900

Tracklisting

Emil Frey: Trois Lieder op. 15; Walter Lang: Wie liebten wir so treu, Wo hast du all die Schönheit, Liederfolge nach Gedichten von Platen; Marcel Sulzberger: Soir, Nocturne, Rêverie; Emil Frey: Junges Mädchen in den Bergen, Gottvertrauen; Max Zehnder: Ich kann nicht glauben, Fünf Lieder für Sopran und Klavier; Marcel Sulzberger: L’allée est sans fin, Dernier printemps, Zwischen Tag und Dunkel, Vergangenheit; Walter Lang: Drei Lieder.

Beschreibung

«Die Schweizer neigen mehr zum Jodeln als zum Kubismus», schrieb der Dadaist Hugo Ball im Jahr 1916. Dieses Klischee einer fortschrittsfeindlichen, künstlerisch nachhinkenden Schweiz war damals weit verbreitet, entsprach jedoch nicht ganz der Wahrheit. Die meisten Schweizer Komponisten von Bedeutung studierten ab der Jahrhundertwende an den grossen Musikhochschulen in Deutschland und Frankreich, wo sie unentwegt mit den neuesten Tendenzen in Berührung kamen. Zwar litten auch einige unter ihnen unter einem reaktionären schweizerischen Establishment, aber sie verdienen durchaus eine differenziertere Betrachtung ihrer Leistungen. Die auf dieser CD vertretenen vier Komponisten dürfen eigentlich für eine ganze Generation von Schweizer Komponisten stehen, die eine musikalische Moderne verschiedenen Grades in der Schweiz vertrat, die aber, nicht zuletzt aus zeitpolitischen Gründen, lange in Vergessenheit geriet.

Komponist

Emil Frey (1889-1946); Walter Lang (1896-1966); Marcel Sulzberger (1876-1941); Max Zehnder (1901-1972).

Mitwirkende

Sybille Diethelm, Sopran; Valentin Johannes Gloor, Tenor; Edward Rushton, Klavier.

CD-Bestellnummer

MGB CD 6280

MP3-Hörprobe

EAN-Code

7613295407817

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