Andrea Lorenzo Scartazzini

Der Sandmann - Oper in 10 Szenen

Tracklisting

1. Szene (Beginn); 1. Szene: Nathanael: "Er war wieder da ..."; 2. Szene (Beginn); 2. Szene: Vater: "Schlaf, mein Kind ..."; 3. Szene; 4. Szene; 5. Szene (Beginn); 5. Szene: Vater: "Der Sandmann ..."; 6. Szene; 7. Szene (Beginn); 7. Szene: Nathanael: "In Gedanken ..."; 8. Szene (Beginn); 8. Szene: Clara: "Er ist verrückt"; 9. Szene (Beginn); 9. Szene: Chor der Claras: "Bitte nehmen Sie mich ..."; 10. Szene/Epilog.

Beschreibung

Andrea Lorenzo Scartazzinis Musik spürt überaus genau den menschlichen Affekten nach, sie ist voller Emotionen, Kraft, Lebendigkeit und Anschaulichkeit. Eine genuin theatralische Musik! Dieses Phänomen beschränkt sich bei ihm wie bei so manchem anderen Komponisten nicht nur auf das Genre Oper. Aber in der Oper, zumal in einer Handlungsoper wie dem «Sandmann», geht es besonders um die «Psychologie der Figuren, deren Fühlen, Denken, Handeln. Wie medizinische Sonden in menschliche Körper, so soll Musik in den Stoff dringen, soll seismographisch registrieren und die inneren Signale, seelischen Verwerfungen und Eruptionen hörbar machen. Sie soll dem Erzählfluss folgen und zugleich Seitenarme bilden, sich stauen, in Strudel geraten und so eine eigenständige Ebene konstituieren. Damit dies in packender Weise erlebbar wird, scheinen mir eine an Handlung orientierte Dramaturgie sowie komplexe Charaktere wesentlich, wie der Sandmann sie zur Verfügung stellt. Der sich zuspitzende Konflikt erfordert ein dramatisches, scharfes und in sich geschlossenes musikalisches Idiom. Spiralförmig – analog zu den alptraumhaften Wiederholungsschleifen in der Szenenfolge – bohrt sich dieser Hauptstrang musikalisch vom Anfang bis zum Schluss. Daneben eröffnet sich aber eine Vielzahl weiterer Akzentuierungen: Zu Nathanaels flackernd-ungestümem Wesen treten Claras (resignative) Besonnenheit sowie die kalte Beiläufigkeit der Alten; und Clarissa, dem künstlichen Männertraum, eignet ein ganz besonderer Tonfall. Die zwei Chorszenen schliesslich lassen die Handlung noch verstärkt ins Surreale kippen. Dies mag verdeutlichen, dass die Geschlossenheit des musikalischen Satzes immer wieder facettenreich aufgebrochen wird.» Wie schon diese höchst anschauliche Beschreibung des Komponisten ahnen lässt, schreibt Scartazzini eine unmittelbar ansprechende, mitunter – wenn der Intensitätsgrad entsprechend hoch ist – eine geradezu anrufende, bestürmende Musik mit einem phänomenalen Gespür für angemessenes Timing – unverzichtbar für Bühnenwerke.

Komponist

Andrea Lorenzo Scartazzini (*1971)

Mitwirkende

Ryan McKinny (Bariton); Agneta Eichenholz (Sopran); Marko Spehar (Bass); Thomas Piffka (Tenor); Hans Schöpflin (Tenor); Chor des Theater Basel; Sinfonierorchester Basel; Tomás Hanus, Leitung.

CD-Bestellnummer

MGB CD 6288

MP3-Hörprobe

EAN-Code

7613295408104

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