Die Neue Volksmusik

Marksteine Neuer Volksmusik aus der Schweiz

Tracklisting

Am Hans Sine; Glisch d’Atun; Herbstlied; Soso-Zäuerli; Mjandrio; Feeling-Blue; Wienergstürm; Walzer Nr. 11 aus Altfrentsch; Räm-dä-däm-dä-däm-däm-däm; Freitag der 18te; Chasper; Adelbodner; Dilettas Cameradas; Wygärtli Jödeler; De Ziegi; Nadeschka; Z’Stückisch; Anneli; Malojawind.

Beschreibung

Eine Volksmusik, die lebendig ist, passt sich dem Zeit- und Publikumsgeschmack immer wieder an. So gesehen ist die Neue Volksmusik überhaupt nichts Besonderes, sondern eine Selbstverständlichkeit. Heutige Musikerinnen und Musiker selbst lehnen den Begriff «Neue Volksmusik» eher ab. Auch deshalb, weil sie sich nicht als ewige Avantgarde aus der Volksmusik herausdifferenzieren lassen möchten. Durch die Auseinandersetzung mit dem Neuen wird schliesslich auch der Blick auf das Alte geschärft. Zugleich erscheint die inszenierte Folklore des Musikantenstadls und der Stadlshow immer unerträglicher. Ein Beispiel für die Neuerungsbewegungen innerhalb der Schweizer Volksmusik ist die Ländlermusik. Diese hat eine wechselvolle und noch ziemlich junge Geschichte hinter sich. Impulse für Erneuerungen waren geschmackliche Veränderungen, Entwicklungen des Instrumentariums und Veränderungen der Anlässe, bei denen Volksmusik stattfand. In den ländlichen Gebieten bis weit hinauf in die alpinen Täler hat sich auch das Volk bzw. die Gesellschaft verändert. Heute spricht man von Agglomerationen und Metropolräumen. Stadt und Land sind eins geworden, die Lebensstile gleichen sich immer mehr an, und jede Musik ist überall verfügbar. Auch wenn Volksmusik mehr mit dem ländlichen Raum konnotiert ist, zu hören ist sie praktisch überall. Ab der Mitte der 1990er-Jahre verdichtete sich das Auftreten neuer Ideen in der Schweizer Volksmusik. Sowohl innerhalb der Volksmusikszene wurden vermehrt Neuerungen einbezogen, aber auch ausserhalb wurde man zunehmend aufmerksam auf diese Musik, die für viele unerträglich geworden war. Das Festival Alpentöne in Altdorf trug seit 1999 zur Erstarkung und Sichtbarmachung der Szene wesentlich bei. Der Erfolg sprach sich herum, weitere Festivals folgten. Sie sind bis heute von zentraler Bedeutung für die ganze Szene. Im Gegensatz zu Alpentöne konzentriert sich die Stubete am See in Zürich auf die Schweizer Gruppen, das Klangfestival Naturstimmen im Toggenburg stellt den Jodel in all seinen universalen Varianten in den Mittelpunkt. Weitere Festivals und Konzertorte haben inzwischen Neue Volksmusik in ihr Programm aufgenommen. Von Folk bis Jazz, von neoromantischer Klassik bis zu Neuer Musik reicht das Spektrum der musikalischen Genres als Grundlage für eine musikalische Beschäftigung mit dem Sound der Alpen. Auch der Blick in die tiefere Vergangenheit hat vielen eine Tür zur Tradition geöffnet. Beflügelt wurde das neue Musizieren schliesslich auch durch die Herausgabe der historischen Sammlung Hanny Christen mit ihren 10 000 Volksmusik- Melodien im Jahr 2002. Frei von Dogmen vermeintlicher Traditionspflege öffnet sich heute ein weites stilistisches Betätigungsfeld, in dem unbefangen und frei von Ideologien alles ausprobiert werden kann, was einem in den Sinn kommt. Erst so wird es möglich, dass Neues entsteht oder sich zumindest in diesem Zusammenhang als neu und revolutionär darstellt oder empfunden wird.

Komponist

Mitwirkende

Alpine Experience; Albin Brun & Patricia Draeger; Matthias Ziegler, Hans Kennel, Betty Legler, Christoph Baumann; Das Neue Original Appenzeller Streichmusik Projekt; Stimmhorn; Töbi Tobler; Pflanzplätz; Duo Andreas Gabriel & Fabian Müller; Pareglish; Hujässler; Ils Fränzlis Da Tschlin; Doppelbock mit Christine Lauterburg & Barbara Berger; Corin Curschellas mit Pflanzplätz & Andy Gabriel; Anton Bruhin; Überland Dio; Nadja Räss; Erika Stucky; Christine Lauterburg; Engadiner Ländlerfründa & PS Corporation.

CD-Bestellnummer

MGB-NV 30

MP3-Hörprobe

EAN-Code

7613295408036

CHF 22.00 Add